Erinnerung an das Japan Erdbeben 2011

picture2b31Genau heute vor 6 Jahren, am 11. März 2011 um 14:46 Ortszeit, ereignete sich das große Tohoku-Erdbeben in Japan. Die Folgen sind uns sicher noch gegenwärtig: zerstörerische Tsunami-Wellen treffen die nördlichen Küsten Japans, die Kernkraftwerks-Katastrophe in Fukushima, fast 20,000 Tote und hunderttausende zerstörte Wohnungen. Die Welt hat sich an diesem Tag dauerhaft verändert. Mehr Informationen zum Erdbeben auf Wikipedia.

Hinweis zu Bild links: Nur eine Woche nach der Katastrophe hatte ein Twitter-Aufruf weltweit Autoren zusammengerufen und das Buch „#Quakebook“ („Erdbeben-Buch“) entstehen lassen. Das Buch ist heute noch in Englisch als ebook oder gebunde Ausgabe erhältlich; es gibt auch eine zwei-sprachig Fassung in Englisch und Japanisch. Erhältlich bei Amazon. 100% aller Erlöse ging an Opfer der Katastrophe, selbst Amazon hat auf seine übliche Provision verzichtet.

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Exklusiv-Interview: Hilde Herberth – Mentaltrainerin und therapeutische Ordnungsberaterin

002Hilde Herberth ist eine langjährige Freundin von mir. Seit einiger Zeit führt sie eine Praxis als Mentaltrainerin und Therapeutin (Homepage). Seit ich sie kenne, hat sie mir mit ihrem Rat gute Dienste geleistet und nicht selten mein Leben auf völlig neue Bahnen gebracht. Ich kann sagen, dass ich ohne sie heute nicht da stünde, wo ich jetzt bin. Ich bin ihr sehr dankbar für alles, was sie für mich getan hat (und hoffentlich in Zukunft noch tun wird).

Es freut mich, dass Ihre wertvollen Dienste nun auch dem Rest der Menschheit zur Verfügung stehen. In Anbetracht ihrer Sprachkenntnisse, muss sich dies nicht nur auf den deutschsprachigen Raum beschränken.

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Buch-Serie: Ich sucht Du

Hier habe ich drei kleine, süße Büchlein für Euch.

  • Ich sucht Du
  • Ich liebt Du
  • Hurra – ES ist da!

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Von außen sehen sie aus wie Pixi-Bücher für Kinder, der Inhalt richtet sich aber eher an Erwachsene. Geschrieben wurde das ganze von Harriet Grunewald/Grundmann und wunderschön illustriert von Anke am Berg. Die drei Bücher erzählen die Liebes- und Lebensgeschichte zweier kleiner Wesen, die sich suchen, finden, lieben und zusammen leben, mit all den Aufs und Abs, die es da so gibt. Eine absolut lohnenswerte Investition für jeden, der sich mit dem Thema Liebe und Beziehung auseinandersetzen möchte.

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Buch: Vergiftete Kindheit, von Susan Forward

VergifteteKindheitFür mich ist das Buch „Vergiftete Kindheit – Elterliche Macht und ihre Folgen“ von Susan Forward eine der besten Abhandlungen über elternverursachte kleine und große Traumata in der Kindheit und die Auswirkungen davon auf das Kind und dessen späteren Erwachsenenleben, und was wir als erwachsene Kinder gegen die Folgen tun können. Ich kann dieses Buch einfach jedem empfehlen. Lasst Euch von dem krassen Titel und Buchcover nicht abschrecken. Ich fürchte vielen Menschen sind der Schäden ihrer Kindheit überhaupt nicht bewusst. Dies ist schon schlimm genug, da die Unbewusstheit nicht vor dem Schaden schützt. Noch schlimmer jedoch ist, dass diese erwachsenen Kinder die gleiche Behandlung unbewusst an die nächste Generation weitergeben. Übrigens, dieses Buch ergänzt sich auch wunderbar mit Robert Betz Ansätze.

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Fröhliche Weihnachten 2014

Ich wünsch Euch allen fröhliche Weihnachten und

einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Mal wieder der Stuttgarter Weihnachtsmarkt (05.12.2014).

Eigentlich wollte ich hier ein schönes weihnachtliches Bilder aus der Schweiz einfügen. Jedoch sind die weihnachtlichen Bilder letztlich nicht so gut geworden, dafür gibts eine handvoll wunderschöner landschaftlicher Aufnahmen aus Luzern und dem Zugersee vom 23.12.2014.

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Ein passender musikalischer Ausklang (wegen den Orgelklängen) bietet der Soundtrack von „Interstellar“ – ein hervorragender Film und ein hervorragender Soundtrack. Es sei warnend darauf hingewiesen, dass der vollständige Deluxe-Soundtrack nicht auf Amazon als CD verfügbar ist, leider. Den ungeduldigen Hörer, bevor er lustlos nach dem ersten Lied abwinkt, bitte ich zumindest das zweite Lied ab Minute vier ganz anzuhören.

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Film: Lunchbox

LunchboxLunchbox“ ist ein sympatischer und gefühlvoller indischer Liebesfilm. Dies ist kein buntes Bollywood Musical, sondern ein ruhiger und berührender Film. Der Trailer (siehe unten) vermittelt den eigentlichen Wert des Filmes nicht; dies kommt erst im Fluss des gesamten Films rüber. Die schönen Bilder und teilweise ungewöhnliche Bildkomposition hat mir sehr gut gefallen; sie gewann den alltäglichen und oftmals hässlichen Dingen eine eigene Schönheit und Tiefe ab. Der Schnitt und die Geschichtenerzählung ist ungewöhnlich und sehr interessant. Obwohl der Film weitgehenst ernst ist, musste ich durch die Situationskomik regelmäßig laut lachen. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und sympatisch. Kurzum, eine kleine Film-Perle, welche uns einen tiefen und anschaulichen Einblick in eine fremde Kultur gibt und uns gleichzeitig verzaubert.

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Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

von Inge Wuthe

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

„Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja, aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

„Ich… ich bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und äußerst verwundert, “ es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung; unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

Die Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir schon oft begegnet.“

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wider auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer der Bitterkeit zu.“

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

„Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin.

„Aber… aber – wer bist eigentlich du?“

„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. „Ich bin die Hoffnung.“

Eine schöne Geschichte, nicht wahr? Traurigkeit und Hoffnung gehören zusammen. Ich weiss gar nicht mehr wie ich zu diesem Text gekommen bin. Meine Notizen sagen mir, dass ich es 2012 auf dieser Seite gefunden habe. Das Original stammt wohl von dieser Seite von Inge Wuthe, der Autorin der Geschichte.

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